Mittwoch, 1. August 2007
Die Bretagne liegt ganz im Westen von Frankreich, ist dieser Zipfel, der sich keck zwischen Atlantik und Ärmelkanal rausstreckt. Sie umfasst die 4 Departements Côte d'Amor (22), Finistere (29), Ille-et-Vilaine (35) und Morbihan (56). Wir waren in Lamballe, Côte d'Amor. Lamballe hat direkte Anbindung an die Route National 12 von Rennes nach Brest und liegt ca. 15 km landeinwärts. Mehrere Supermärkte der großen Ketten (Intermarché, Leclerc, Champion etc.) sowie zahlreiche kleine Fachgeschäfte und Boutiquen sind vor Ort.
Wir waren bei guten Bekannten meines Mannes, also nicht nur Privatunterkunft, sondern auch gleich noch mit Familienanschluss. Das bedeutet tagtäglich Französisch hören und sprechen.
Das Haus habe ich letztes Jahr zu Ostern vom Garten aus fotografiert.

Im Nachbarhaus wohnt die Tochter unserer Gastgeberin. Dort durften wir zwischendurch auch immer wieder mal an den PC bzw. Laptop und ins Internet.
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Ich wurde schon gefragt, inwiefern denn die französische Tastatur anders ist ... guckt selbst ... In meiner Ausbildung habe ich nun mal 10-Finger-Tastschreiben gelernt und musste dann dort immer genau auf die Tasten gucken, weil ich sonst teils unleserliche Wörter hatte.

In und von Lamballe aus konnten wir wieder viel unternehmen und erleben. So waren wir u.a. in Pleumeur-Bodou, Dinan, Carnac, St. Malo, St. Brieuc etc. und natürlich am Strand von Pleneuf-Val André.
Die interessantesten Ausflüge findet ihr in der Kategorie "Unterwegs - On Tour" unter "Bretagne 2007" in chronologischer Reihenfolge; ich habe sie auf den jeweiligen Tag rückdatiert. Strandausflüge sind zusammengefasst in einem Beitrag.
- Pleumeur-Bodou - Dinan - Carnac + Locmariaquer - St. Malo - Les Jeudis Lamballais - Strand-Impressionen Und es gibt ja noch so viel mehr zu sehen und zu entdecken. Somit ist ja wohl klar, dass wir noch öfters dort hin fahren!
Dienstag, 24. Juli 2007
Unser letzter Urlaubstag in Lamballe/Bretagne ... *snüff* Obwohl es heute Morgen zunächst noch bewölkt war, wurde es zu Mittag hin noch sehr schön, so dass wir ein letztes Mal für diesen Urlaub nach Pleneuf an den Strand "Les Valées" fahren konnten. Heute waren wir sogar bei Flut-Höchststand dort; zur Überraschung meiner drei Herren stürzte sogar ich mich erstmals in die tollen hohen Wellen. Inzwischen sind wir dabei, das Auto wieder zu laden. Die 4 Kartons Cidre, die wir gestern auf dem Bauernhof Le Prest bei St. Aaron geholt haben sind schon drin *grins*. In der Dachbox lagern neben den Cityrollern schon Federballschläger, Boule-Spiele, Schuhe und Jacken. Die Koffer sind auch so weit schon gepackt, werden aber erst morgen nach dem Frühstück verladen. Morgen geht es dann also von hier aus wieder los in Richtung Heimat; Zwischenstopp in Douai (ca. 3/4 - 1 Stunde vor der französisch-belgischen Grenze), wo wir im B&B-Hotel ein Familienzimmer reserviert haben. Am Donnerstag werden wir dann wohl nachmittags irgendwann zuhause eintrudeln.
Dienstag, 24. Juli 2007
Natürlich waren wir während des Urlaubs in der Bretagne auch am Strand. Schließlich liegt Lamballe ja nur 15 km von der Küste entfernt. Morgens immer erst mal ein Blick in der Tageszeitung auf die Gezeitentafel, denn schließlich merkt man hier den Unterschied zwischen Ebbe und Flut sehr stark. Bei Flut hat man kaum Strand, bei Ebbe muss man weit laufen. Wir haben beides erlebt: Fluthöchststand und Ebbetiefststand, sowohl bei der Ankunft am Strand als auch während eines Strandnachmittags. Wir fuhren meist nach Val André bzw. Pleneuf. Der Strand "Les Vallées" bei Pleneuf gefiel uns dieses Mal am besten.
Egal ob sonnig oder bewölkt, Hauptsache trocken. Am Strand nutzten wir die Zeit u.a. zum Boule spielen, Drachensteigen, lesen und natürlich auch um zu schwimmen oder faul in der Sonne zu liegen.

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Am letzten Strandtag beobachteten wir, wie eine Familie dieses Kunstwerk erstellte: eine tolle Nachbildung von Mont St. Michel. Schade nur, dass es wohl die nächste Flut nicht überstehen würde.

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Donnerstag, 19. Juli 2007
Die Stadt Lamballe veranstaltet vom 19.07. bis 23.08. die "Jeudis Lamballais". Donnerstag ist ja sowieso schon der "Markttag", wo also vormittags auf dem großen Platz vor dem Nationalgestüt, der Straße zum alten Marktplatz hoch und auf dem alten Marktplatz Wochenmarkt ist. Hier wird alles mögliche angeboten: Obst und Gemüse, Käse, Fleisch- und Wurstwaren, Fisch und Meeresfrüchte, Cidre, Crêpes und Galettes, Textilien, Lederwaren, etc. Bei den "Jeudis Lamballais" finden dann tagsüber vom Nationalgestüt Haras aus Kutschfahrten statt. Um 17:30 Uhr startet dann die große Pferdevorführung.
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Ab 19:00 Uhr kann man den Tag bei den "Regalades" auf dem alten Marktplatz ausklingen lassen. Hier werden regionale Spezialitäten, Fisch und Meeresfrüchte, Crêpes und Galettes, Cidre, Wein, etc. angeboten. Außerdem gibt es gratis dazu ein Open-Air-Konzert, jede Woche mit anderer Beteiligung, teils traditionelle bretonische Musik.
Wir hätten gerne die Regalades erlebt, aber sie fielen buchstäblich ins Wasser, weil es ab 19:00 Uhr so stark regnete, dass sogar die Veranstalter alles vorzeitig abbrachen.
Mittwoch, 18. Juli 2007
Zwar waren wir letztes Jahr in den Osterferien auch schon in St. Malo, doch es lohnt sich auf jeden Fall, nochmals hinzufahren. St. Malo liegt an der bretonischen Ärmelkanalküste, ist seit jeher eine bedeutende Seefahrerstadt und wichtiger Fährhafen in Richtung Kanalinseln und England.
Beeindruckend ist die mittelalterliche Altstadt umgeben von dicken Stadtmauern "Intra Muros". Auf vorgelagerten Inseln entdeckt man auch noch Befestigungsanlagen und Forts.

Das Fort National kann man bei Ebbe über den Strand erreichen und besichtigen.

Eindrücke aus der Altstadt, wunderschöne Schilder, die auf Läden, Restaurants, Bars und Cafès hinweisen.

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Diese Möwe posierte sehr galant auf der Stadtmauer.

Montag, 16. Juli 2007
Wer kennt sie nicht, die Hinkelsteine, die Obelix lässig mit sich rumschleppt? OK, rundum Carnac liegen zwar keine Hinkelsteine, aber die "Alignements" (= Steinreihen) sind schon sehr beeindruckend. Die Steine stehen in Ost-West-Richtung mit der flachen Seite in Richtung Meer. Wer und wann diese Steine in Reihen angeordnet hat, wer weiß? Zum Schutz dieser prähistorischen Anlagen darf man nicht mehr zwischen den Steinreihen umherlaufen, sondern nur noch außen herum; Ausnahme: angemeldete Kleingruppen.

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In Locmariaquer besuchten wir das Centre des Megaliths, wo ein umgestürzter Megalith liegt sowie prähistorische Grabanlagen ausgegraben und neu aufgebaut wurden. Hm, die eingeritzten Motive an der Decke, tja, was sollen die nur darstellen ... Robin hatte die (ganz moderne) Lösung: ein Akkubohrschrauber???

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Weiter ging es noch zum Strand von Locmariaquer, wo wir dann bis zur Einfahrt vom Atlantik in den Golf de Morbihan wanderten.

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Donnerstag, 12. Juli 2007
Dinan ist ein nettes Städtchen, gespickt mit Kunst, Kultur und Geschichte, herrlichen engen mittelalterlichen Gassen und teils noch erhaltenen Befestigungsanlagen. Hier lebte die Herzogin Anne, durch deren Hochzeit die bis dahin selbstständige Bretagne mit Frankreich verbunden wurde. Wir waren zunächst in der Kirche St. Malo, die sehr schöne Glasfenster hat, jedes erzählt eine eigene Geschichte. Das Fenster mit der Geschichte von Anne hat es mir angetan.

Weiter ging es durch die Altstadt zu einer kleinen Straße, die steil nach unten führt. In dieser Gasse sind viele kleine alte Fachwerkhäuschen mit schnuckeligen Geschäften. Oftmals sind das noch kleine Handwerksbetriebe, die ihre Waren selbst herstellen.

Ein Blick von der Stadtmauer nach oben in Richtung Stadtmitte

Dieser Laden hatte es mir besonders angetan. Ich hab mir nur die Nase am Fenster platt gedrückt und bin nicht rein gegangen ... aber ich kann euch verraten, sie hatten wunderschöne Stoffe, Spitzen, Knöpfe und vieles mehr ...

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Unten am Ufer der Rance ist ein kleiner Hafen.

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Ach ja, man muss natürlich auch diese Gasse wieder hochlaufen!
Dienstag, 10. Juli 2007
Yannick hatte es sich gewünscht, dass wir an seinem Geburtstag nach Pleumeur-Bodou fahren in das Village Gaulois. Dort waren wir letztes Jahr schon in den Osterferien, damals verbunden mit einem Ausflug ins Cosmopolis, Centre de Télécommunication, das auf dem Hügel oberhalb liegt. Dieses Mal unternahmen wir mittags einen Abstecher ins nahegelegene Planétarium, wo wir einen sehr interessanten Film - auf deutsch - über die Geheimnisse des südlichen Himmels sahen.

Das Gallische Dorf ist ein Freilichtmuseum. Die Anlage ist so aufgebaut wie zu Zeiten von Asterix und Obelix. In einigen Hütten gibt es z.B. Informationen zur damaligen Lebensweise oder zu den Eroberungskriegen der Römer.

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Natürlich bieten sich auch zahlreiche Möglichkeiten, sich zu amüsieren, mit einfachen Spielen, ohne großartige Fahrattraktionen, wie sie andere Freizeitparks bieten.
Mit vereinten Kräften kamen wir auf dem Wasser gut voran.
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Geschwisterliebe

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Anschließend fuhren wir noch nach Ploumanach an die Côte de la Granit Rose.

Montag, 9. Juli 2007
Gestern Nachmittag sind wir gut in Lamballe / Bretagne angekommen. Das Wetter ist mal sonnig, mal wolkig und relativ frisch. Dennoch waren wir schon am Strand. Morgen geht es nach Pleumeur-Bodou ins Gallische Dorf und ins Planetarium;
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